Barrierefreiheit
Blinde, sehschwache oder anderweitig beeinträchtigte Menschen nutzen das Internet sehr intensiv, weil das elektronische Medium in gewissem Maße z.B. eingeschränkte Mobilität, fehlendes Seh- und Hörvermögen kompensieren kann. Vieles, das für Nicht-Behinderte selbstverständlich ist, wird für Behinderte durch die Nutzung des Internets in Verbindung mit assistiven Technologien wie z.B. Screenreader, Sprachausgabe oder Braillezeile erst möglich.
Barrierefreies Internet, Accessibility (Zugänglichkeit) und Usability (Benutzbarkeit / Bedienerfreundlichkeit) sind deshalb feste Begriffe geworden, um das Internet für alle einfacher zugänglich zu machen. Eine barrierefreie Website erlaubt jedem Besucher, unabhängig von seinen persönlichen und technischen Umständen, alle Inhalte zu lesen und natürlich auch alle Interaktionsmöglichkeiten zu nutzen.
Die Gemeinde Ganderkesee unternimmt seit langer Zeit erhebliche Anstrengungen, um allen Menschen eine barrierefreie Nutzung und die Zugänglichkeit zu Einrichtungen, Institutionen und des öffentlichen Raumes zu ermöglichen.
Diese Anstrengungen wurden in der barrierefreien Darstellung des Gemeindeauftritts unter www.gemeinde-ganderkesee.de konsequent weiterverfolgt.
Seit dem 1. Mai 2002 ist in Deutschland das Behindertengleichstellungsgesetz in Kraft, das die Beseitigung von Benachteiligungen behinderter Menschen zum Ziel hat. Die wesentlichen Kriterien für eine barrierefreie Website werden durch die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) des Behindertengleichstellungsgesetzes geregelt.
Die Anforderungen der BITV lassen sich den vier Grundprinzipien
unterordnen.
Technologische Robustheit
- Einhaltung aktueller Standards
Grundvoraussetzung für barrierefreie Internetseiten ist die Einhaltung von aktuellen Webstandards des World Wide Web Consortium (W3C).
Alle Seiten werden mit einem Prüfprogramm des W3C auf Fehlerfreiheit überprüft (http://validator.w3.org/). - Trennung des Layouts vom Inhalt durch den strikten Einsatz von CSS (Cascading Style Sheets)
Ein Internetangebot bleibt dadurch für Bildschirme beliebigen Formats, für PDAs, Handys oder für ältere Browser und assistive Technologien, die Formatierungsinformationen nicht oder nur fehlerhaft verarbeiten, nutzbar. Eine layoutfreie Darstellung dieser Seite finden Sie hier. - Korrekte Tabellenbehandlung
Tabellen werden in der Regel nur zur Darstellung tabellarischer Daten verwendet und nicht zur Darstellung des Layouts zweckentfremdet.
Bedienbarkeit
- Orientierung durch Strukturierung
Elemente zur Textstrukturierung (z.B. Überschriften verschiedener Ordnung, Listen, Absätze etc.) werden gemäß ihrer Bedeutung (Semantik) verwendet, um den Sinn und die Struktur eines Dokuments zu vermitteln. - Übersichtliche Navigationsmechanismen
- Frames
Es werden keine Frames eingesetzt, da sie von einigen älteren Textbrowsern und älteren Screenreadern nicht unterstützt werden. - Eingebettete Benutzerschnittstellen
Programmierte Elemente wie Scripts oder Applets werden erst dann in das Internetangebot eingebettet, wenn eine benötigte Darstellung oder Interaktion durch textliche Elemente nicht umzusetzen ist.
Wahrnehmbarkeit
- Dem Benutzer wird durch einen sogenannten Styleswitcher eine individuelle Anpassung der Schriftgröße ermöglicht.
- Schriften wurden nicht als Grafiken eingebunden, da sie nicht oder nur mit erheblichem Qualitätsverlust skalierbar und somit für sehbehinderte Besucher nicht oder nur schlecht lesbar sind.
- Für alle Nicht-Text-Elemente wird ein alternativer, beschreibender Text bereitgestellt. Dies betrifft z.B. Grafiken, Bilder oder Animationen mit einer inhaltlichen Bedeutung.
- Links im Fließtext werden durch Unterstriche gekennzeichnet.
Verständlichkeit
Viele Menschen haben Probleme mit der Sprache, mit dem Lesen und Schreiben: Menschen mit Lernschwierigkeiten, Menschen mit geringer Bildung oder mit einer anderen Muttersprache. Das Prinzip der Verständlichkeit zielt weniger auf Barrieren der technischen Ebene, sondern mehr auf Barrieren der inhaltlichen Ebene einer Website, wie z.B. unverständlich geschriebene Texte oder die Verwendung von Fremdwörtern, Abkürzungen oder verwirrenden Symbolen.




