Di. 20. September 22

Handysammlung wird fortgesetzt

Die Sammlung von ausgedienten Handys und Smartphones durch den NABU sollte ursprünglich mit dem Herbstmarkt auslaufen. Aufgrund der überragenden Resonanz wird die Aktion nun noch einmal verlängert. „Allein während des Herbstmarkt-Wochenendes sind bei uns in der Rathausstraße stolze 78 und im Rathaus noch einmal 47 Geräte abgegeben worden“, berichtet Hans Fingerhut, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe. „Hinzu kamen viele, die ihre alten Handys und Smartphones gerade nicht dabei hatten, diese aber gerne gespendet hätten.“

Dafür haben Interessierte jetzt noch bis Ende Oktober im Bürgerbüro des Rathauses in Ganderkesee, in der Außenstelle des Bürgerbüros in Bookholzberg, in der Gemeindebücherei am Habbrügger Weg und in der regioVHS (Rathausstraße) die Gelegenheit.  

Der Fokus bei der aktuellen Sammlung liegt auf dem Insektenschutz. Der NABU arbeitet beim aktuellen Projekt erneut mit dem Dienstleister Telefónica Deutschland Group (früher E-Plus) zusammen. Durch die Handysammlung erhält die Naturschutzorganisation einen jährlichen Zuschuss von Telefónica, der sich erhöht, wenn der Recyclingpartner AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung) mehr Handys wiederaufbereitet und verkauft. 

Ausgediente Handys in den Hausmüll zu werfen, schadet der Umwelt und ist auch gesetzlich verboten. Außerdem gehen wertvolle Rohstoffe wie Kobalt, Silber, Gold oder Seltene Erden verloren, die stattdessen unter oft fragwürdigen Bedingungen in Ländern des Südens abgebaut werden. Durch Reparaturen und eine längere Nutzungsdauer kann zudem viel CO² eingespart werden. Auch die Ausfuhr von Elektroschrott in Entwicklungsländer wird verringert. 

Die Rohstoffe der nicht reparaturfähigen Geräte werden in ökologisch zertifizierten Schmelzanlagen eingeschmolzen. So kann für NABU-Projekte jährlich z.B. ein Kilogramm Gold gewonnen werden. 

Wer sein Altgerät spenden möchte, sollte die darauf noch vorhandenen Daten möglichst zunächst selbst löschen. Ist dies dem Besitzer oder der Besitzerin nicht mehr möglich, so würden die Daten dennoch standardmäßig nach höchsten Sicherheitsstandards gelöscht, so der NABU.Die Erlöse für den Insektenschutzfonds werden dringend benötigt, da das Insektensterben mittlerweile dramatische Ausmaße angenommen hat: Jede dritte Insektenart ist nach der bundesweiten Roten Liste gefährdet bis ausgestorben. Von den 36 in Deutschland heimischen Hummelarten sind sieben bereits ausgestorben oder stark gefährdet.

Zusätzlicher Hinweis: Grundsätzlich gehört jede Art von Elektroschrott nicht in den Hausmüll, sondern ist dem Recycling zuzuführen. Eine kostenlose Annahme ist etwa auf dem Recyclinghof von K-Nord, Weststraße 10 in Ganderkesee, sowie bei Händlern und seit 1. Juli 2022 bei vielen Supermärkten möglich.

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