Mi. 22. November 17

Gemeinde hat erstes Elektrofahrzeug im Einsatz

Klimaschutzmanager Lars Gremlowski (links) und Erster Gemeinderat Rainer Lange haben das erste Elektrofahrzeug der Gemeinde in Empfang genommen und getestet.

Die Gemeinde Ganderkesee zählt seit Kurzem einen Volkswagen „e-up!“ zum Fuhrpark. „Damit ist das erste Elektrofahrzeug überhaupt für uns im Einsatz“, berichtet Erster Gemeinderat Rainer Lange erfreut. „Wir werden jetzt unsere Erfahrungen damit sammeln und dann weitersehen.“ Mittelfristig könne es durchaus weitere Fahrzeuge mit Elektroantrieb geben, so Lange.

Für Klimaschutzmanager Lars Gremlowski sind E-Autos auf Sicht eine echte Alternative zum konventionellen Pkw mit Verbrennungsmotor. „Wenn der Anteil regenerativer Energien weiter steigt, gehen auch die tatsächlichen Emissionen, die zurzeit noch bei der Stromerzeugung entstehen, gegen null.“ Beim Betrieb selbst entstehen bereits jetzt keine umweltschädlichen Abgase.

Vom Fahrgefühl haben sich Lange und Gremlowski bei einer kurzen Probefahrt selbst einen Eindruck verschafft. „Es ist zunächst etwas ungewohnt, denn man hört kaum, ob der Motor überhaupt an ist“, erklärt Erster Gemeinderat Lange. „Positiv überrascht hat mich auch die Beschleunigung. Die ist spürbar stärker als bei den meisten Diesel- oder Benzinfahrzeugen.“ Die Reichweite sei für Fahrten im Umkreis der Gemeinde mit – je nach Wetterlage – rund 130 Kilometern völlig ausreichend.

Der Volkswagen „e-up!“ wird idealerweise mittels der optional erhältlichen Wallbox über die einphasige Ladung mit 3,7 kW geladen. „Die Ladezeit liegt dabei etwa im Bereich von fünf bis sechs Stunden. Somit ist der Akku am Morgen wieder voll“, erklärt Gremlowski. Optional sei dieses Fahrzeugmodell auch mit einer Combined Charging System (CCS)-Schnittstelle erhältlich. Die Ladung erfolge dann an geeigneten Ladesäulen mit Gleichstrom, was die Ladezeit auf etwa 30 Minuten für 80 Prozent Ladestand verkürze.

Die Anschaffungskosten für das erste Elektrofahrzeug der Gemeinde sowie die Ladevorrichtung wurden zu 50 Prozent vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bezuschusst, worauf vereinbarungsgemäß mit Aufklebern am Fahrzeug hingewiesen wird. An den Fahrzeugseiten sowie am Heck befinden sich Hinweise, damit ersichtlich ist, dass es sich um ein Auto mit klimafreundlichem Elektroantrieb handelt.

Ein weiteres Elektrofahrzeug soll derweil im Laufe des kommenden Jahres angeschafft werden. Gefördert wird dies im Rahmen des Projekts „Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum“. Als Hauptnutzer für das zweite E-Fahrzeug kommen zunächst Ehrenamtliche aus dem Seniorenbeirat sowie Seniorenbegleiter aus dem Arbeitskreis der Selbsthilfegruppen Ganderkesee e.V. (A.S.G.) infrage. Geplant ist unter anderem, dafür auf dem Parkplatz an der Bergedorfer Straße (gegenüber der Polizei) eine Stromtankstelle für zwei Pkw zu errichten.

Seit April 2017 gibt es bereits eine öffentliche Stromtankstelle am Bürgerbüro in Bookholzberg (Stedinger Straße 65). Anlagenbetreiber ist die EWE, die Kosten für die Aufstellung wurden vom Landkreis Oldenburg übernommen. Im Rahmen der Umgestaltung des Neuen Marktes im Ort Ganderkesee ist ferner die Errichtung eines Ladeschranks für E-Bikes vorgesehen. Ebenso wird ein solcher Ladeschrank im kommenden Jahr vor dem Rathaus aufgestellt.

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