Di. 12. Oktober 21

Wo die Ganter überall in Ganderkesee gelandet sind

Gemeinde und GanterART präsentieren Skulpturenstandorte im Internet

An 60 Standorten in der Gemeinde kann man künstlerisch gestalteten Gantern im wahrsten Sinne des Wortes auf Augenhöhe begegnen. Damit Bürger und Touristen die etwa 1,70 Meter hohen Skulpturen nicht nur per Zufall entdecken, hat die kommunale Wirtschaftsförderung in Zusammenarbeit mit dem Verein GanterArt ihre Landeplätze jetzt im Internet veröffentlicht.

„Zum einen sind die Ganter in unserem Tourismusportal als Sehenswürdigkeiten in der Rubrik Kultur aufgeführt“, erläutert Wirtschaftsförderin Christa Linnemann. Dadurch könnten zusätzlich Radwege, andere Highlights oder auch Einkehrmöglichkeiten eingeblendet und somit individuelle Ausflüge inklusive Ganterbesuchen geplant werden. Um die Auswahl etwas zu erleichtern, sei neben der Standortbezeichnung auch jeweils ein Foto der Skulptur zu sehen. Zusätzlich können Interessierte hier erfahren, wer die künstlerische Gestaltung übernommen hatte. 

„Zum anderen“, so Linnemann, „wollten wir den Kunstwerken aber auch ein eigenes Forum bieten, um das Projekt von GanterArt etwas ausführlicher darstellen zu können“. Schließlich hätten Bürger bei einer Umfrage der Gemeinde Anfang dieses Jahres auf die Frage „Was verbinden Sie mit Ganderkesee?“ aus 20 Möglichkeiten am zweithäufigsten die Ganter ausgewählt – nur noch getoppt vom Fasching. 

„Mit dieser Online-Präsenz treten unsere Ganter als Identifikationsfiguren nochmals deutlicher in Erscheinung“, freut sich Ecco Eichhorn, Vorsitzender des Vereins GanterART. Auch erhielten die Künstler, die die Ganter gestaltet hätten, dadurch eine zusätzliche Würdigung. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Kunst und Kultur im öffentlichen Raum sowie soziale Projekte zu fördern. „Mit den Ganterskulpturen wollen wir an die tierischen Erfolgsgeschichten in Steinfeld, Berlin und Orlando anknüpfen“, erklärt Eichhorn. Inzwischen hätten sie „Geburtshilfe“ für immerhin 90 Exemplare geleistet. 

Dass es von ihnen nur zwei Drittel in den Online-Auftritt geschafft haben, hat verschiedene Gründe. „Neun Ganter haben sich in anderen Orten wie Hude, München, Château-du-Loir oder auch jenseits der Alpen in Parma niedergelassen“, nennt der Vereinsvorsitzende einen Aspekt. Leider seien auch einige wenige Exemplare Opfer von Verkehrsunfällen oder Vandalismus geworden.

„Zudem haben wir nur die Standorte aufgeführt, die von öffentlichen Flächen aus sichtbar sind“, ergänzt Linnemann. Sonst hätte der Eintrag eventuell als Einladung zum unbefugten Betreten von Unternehmens- oder Privatgrundstücken missverstanden werden können. „Sollte jemand dennoch seine aus diesen Gründen nicht gezeigte Ganterfigur aufnehmen lassen wollen oder sie aus anderen Erwägungen gelöscht wünschen, möge er oder sie sich bei mir melden“, weist die Wirtschaftsförderin auf Änderungsmöglichkeiten hin. Nur gänzlich „nackte“, also künstlerisch nicht gestaltete Werke wolle man nicht integrieren, da sie aufgrund ihrer Gleichheit keinen zusätzlichen Anreiz für Besichtigungen böten. 

Tourismusportal und Ganterforum können beide von der Seite gemeindeganderkesee.de/geo-tourismus.html aus aufgerufen werden. Christa Linnemann ist telefonisch unter der Nummer 04222 44-201 oder per Mail unter c.linnemann[ at ]ganderkesee.de zu erreichen.

Nach oben