Mo. 06. April 20

Auch privates Abbrennen verboten

Neben öffentlichen Brauchtumsfeuern zu Ostern ist auch das Abbrennen von Strauchschnitt im kleinen oder privaten Kreis nicht gestattet. Die Gemeinde weist darauf hin, dass es sich hierbei um unerlaubte Abfallbeseitigung handeln würde. Ebenso wenig sei es zulässig, Grünabfälle in der freien Natur zu entsorgen. Alle Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, ihren Strauchschnitt und ihre Grünabfälle auf den Privatgrundstücken zu belassen, bis angesichts der Schließung der Grünabfallsammelstellen eine landkreisweite Lösung gefunden ist.

Weitere Informationen zum Thema Abfallentsorgung können Sie auch der unten beigefügten Pressemitteilung des Landkreises Oldenburg vom 02. April 2020 entnehmen.

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PRESSEMITTEILUNG DES LANDKREISES OLDENBURG VOM 02.04.2020:

Abfallentsorgung in Zeiten der Coronavirus-Pandemie

Landkreis Oldenburg, 02. April 2020 - Der Landkreis Oldenburg bittet alle Bürgerinnen und Bürger Abfälle, dazu gehören auch Grünabfälle, nicht in der freien Natur zu entsorgen. Zuwiderhandlungen können ordnungsrechtlich mit einer Geldbuße von bis zu 100.000 Euro geahndet werden.Durch die Krisensituation sind die Entsorgungsanlagen des Landkreises bis auf Weiteres für sämtliche Anlieferungen geschlossen.

Die Schließung ist zur Unterbrechung von Infektionsketten und zum Schutz der Mitarbeiter vor Ort, die teilweise auch der Risikogruppe angehören, notwendig. Die Verwaltung des Landkreises Oldenburg arbeitet derzeit an Alternativmodellen und Lösungen. Personal der für die Abfallentsorgung von Hausmüll und/oder Biomüll beauftragten Firmen einzusetzen, könnte dann zu Engpässen bei eben der Entsorgung von Hausmüll und/oder Biomüll führen. Dies möchte der Landkreis Oldenburg unbedingt vermeiden.

Zur Entsorgung der Grünabfälle und sonstiger Abfälle stehen den privaten Haushalten derzeit leider nur die Abfallbehälter auf dem Grundstück zur Verfügung. Größere Mengen lassen sich eventuell schrittweise auf diesem Weg entsorgen. Der Landkreis bittet darum, die Grünabfälle zunächst auf dem Grundstück zu belassen und verweist auf die Möglichkeit einer zusätzlichen Saison-Biotonne. Eventuell können die Grünabfälle kompostiert und dem Garten als Dünger wieder zugeführt werden. Keinesfalls sollten mit dem Grünabfall Waldgrundstücke, Gräben oder andere Areale in der freien Natur belastet werden.

Gala-Bauer(Gewerbe) haben wie bisher die Möglichkeit über die Firma [k]nord in Ganderkesee, der Firma Remondis in Prinzhöfte oder der Firma Heinemann in Neerstedt ihre Grünabfälle einer Verwertung zuzuführen. Hierfür ist eine vorherige telefonische Kontaktaufnahme nötig.Der Landkreis Oldenburg und die für die kommunale Entsorgung beauftragten Unternehmen legen in der Corona-Krise höchste Priorität auf die Aufrechterhaltung der Behälterabfuhr.

Aktuell und für die kommenden Wochen ist insbesondere die Abfuhr von Rest-, Bio-, Papier- und Sperrmüll zu gewährleisten. Die Abholung der Gelben Säcke soll ebenfalls ohne Einschränkungen fortgeführt werden.Damit diese Daseinsvorsorge auch in der Krisenzeit funktioniert, sollten keine unnötigen Abfälle produziert werden. Die Abfalltrennung bleibt grundsätzlich sehr wichtig, um nicht die vorhandene Behälterkapazität auf den Grundstücken bzw. einen Behandlungs- oder Entsorgungsweg zu überlasten.

Hygieneabfälle wie Taschentücher oder Ähnliches gehören nicht ins Altpapier oder in den Bioabfall, sondern in den Restabfall.

Für Haushalte, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle in häuslicher Quarantäne leben, gelten Ausnahmen von der Abfalltrennung. Alle Abfälle sind in festen und feuchtigkeitsbeständigen Plastikabfallbeuteln zu sammeln. Die Beutel sind fest zugebunden in den Restabfallbehälter zu geben.

Glasabfälle, Pfandverpackungen, Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe werden nicht über den Hausmüll entsorgt, sondern nach Gesundung und Aufhebung der Quarantäne wie gewohnt getrennt entsorgt.Damit die Entsorgung weiterhin zuverlässig gelingen kann, sollen die Bürgerinnen und Bürger die Maßnahmen bitte aktiv unterstützen und beachten.

Abfälle vermeiden und Entrümpelungsaktionen verschieben:
Es wird darum gebeten, Abfall zu vermeiden, wo es geht. Auch sollten die Restmülltonnen nicht mit Bauabfällen, Sperrmüll oder Gartenabfall gefüllt werden, sondern nur mit haushaltstypischen Restabfällen.

Keine öffentlichen Flächen verschmutzen:
Es ist unzulässig, Abfälle an den Glascontainerstellplätzen oder neben öffentliche Abfallbehälter abzustellen. Alle Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, die Umwelt zu schützen und dazu beizutragen, öffentliche Flächen sauber zu halten.Für Auskünfte zur Abfallentsorgung steht die Abfallberatung des Landkreises unter den Telefonnummern 04431 / 85 - 671 und 85 - 343 zur Verfügung.

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