Fr. 14. September 18

Freibadumbau gestartet

Betrieb im SaunaHuus geht weiter

Kaum ist das Wasser aus den Schwimmbecken abgelaufen, schon haben die Baufachleute im Ganderkeseer Freibad das Kommando übernommen. Seit vergangener Woche laufen die Vorbereitungen für den aufwendigen Umbau, der voraussichtlich mehr als ein Jahr andauern wird, auf Hochtouren. Der Betrieb im SaunaHuus geht derweil nach erfolgter Revision wie gewohnt weiter.

Baumaschinen statt Badegäste – für Saunabesucher bietet die Freibadanlage derzeit eine ungewöhnliche wie auch interessante Aussicht. „Es wird sonst aber zu keinen größeren Einschränkungen kommen“, ist Henry Peukert, Geschäftsführer der SaunaHuus Bäder- und Saunabetriebsgesellschaft Ganderkesee mbH, zuversichtlich. „Wenn es an einzelnen Tagen tatsächlich mal etwas lauter wird, werden wir uns sicher auf irgendeine Weise kulant zeigen.“

Vorerst können sich die Saunabesucher aber über ein frisch herausgeputztes Ambiente freuen. Neben Maler- und Reinigungsarbeiten sind viele technische Wartungen erfolgt. „Die Revision ist diesmal besonders umfangreich ausgefallen“, erzählt Peukert. Die Saunaöfen haben neue Aufgusssteine erhalten, die Saunabänke wurden abgeschliffen, die Holzterrasse auf dem Balkon wurde saniert, Lampen ausgetauscht und durch energiesparende LED-Technik ersetzt, neue Liegen für den Ruhebereich angeschafft sowie der Außenpool gereinigt und neu gefüllt.

Parallel sind auf der Baustelle Freibad erste Vorarbeiten erfolgt. Die Zuwegungen wurden festgelegt, der KommunalService NordWest hat das alte Pflaster aufgenommen, Duschen demontiert und Pflanzen ausgebuddelt. „Was weiter genutzt werden kann nach dem Umbau, wird eingelagert“, betont Geschäftsführer Peukert. „Es wird nichts unnötig weggeworfen.“ Zurzeit werden von einer Firma zwei Baustraßen hergestellt. Bald folgt die Demontage der alten Badewasseraufbereitungsanlage unter dem Sprungturm. Ein unterirdischer Zwischenspeicher für Wasser muss zurückgebaut werden, damit die Baugrube für den Neubau des Kursbeckengebäudes ausgehoben werden kann.

Den Fortschritt der Arbeiten hält während der gesamten Bauzeit eine eigens installierte Kamera fest. „Sie sendet in regelmäßigen Abständen Fotos an einen Server. Daraus werden dann Zeitrafferfilme hergestellt“, erläutert Gemeindesprecher Hauke Gruhn. So könnten Besucher über einen Link zwei verschiedene Filme auswählen. „Einer zeigt den Baufortschritt der vergangenen Woche, ein anderer den von Beginn an.“ Auch Livebilder und Archivfotos seien verfügbar.

„Das ist ein toller Service für alle Gäste, die im kommenden Jahr auf ihr Freibad verzichten müssen“, findet Henry Peukert. „Jeder kann die Entwicklung verfolgen und sehen, wie hier ein tolles neues Bad entsteht.“ Ganz wichtig sei ihm dabei die Wahrung der Intimsphäre der SaunaHuus-Gäste: „Die Kamera erfasst weder den Saunabereich noch den Saunagarten.“ Auch alle beteiligten Baufirmen würden über die Fotokamera am Rutschenturm informiert. „Diese Kameras sind inzwischen aber auch auf vielen Großbaustellen üblich“, so Peukert.

Die Fotos und Zeitrafferfilme sind über entsprechende Links auf den Startseiten www.ganderkesee.de und www.saunahuus.de zu finden. (Menü steuern über kleines Symbol rechts oben im Bild)

Der Umbau in Kürze:
Neue Technik für die Wasseraufbereitung wird ebenso installiert wie eine neue Wasserspielattraktion im Nichtschwimmerbereich. Das Sportbecken wird vom Springerbecken getrennt, die Wasserrutsche erhält einen eigenen Auslauf. Darüber hinaus werden neue Liege- und Sitzmöglichkeiten sowie zusätzliche Umkleiden, Duschen und Schließfächer errichtet.

Durch das neue Kursbecken im Obergeschoss des Anbaus können künftig auf einer Wasserfläche von 100 Quadratmetern verschiedene Kurse wie beispielsweise Babyschwimmen oder Aqua-Fitness angeboten werden. Abends und am Wochenende sollen Saunagäste das Becken als Alternative zum Außenpool nutzen dürfen. Das „neue“ Freibad wird zur Saison 2020 eröffnet. Das Kursbecken voraussichtlich bereits etwas früher.

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