Fr. 20. September 19

Die „Kreidezeit“ geht zu Ende - Finanzieller Rückenwind für digitale Lehrmethoden

Gemeinde Ganderkesee erhält 873.105 € aus dem Digitalpakt

Nachdem die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Verbesserung der IT-Infrastruktur (Digitalpakt) in diesem Jahr in Kraft getreten ist, kann die Gemeinde Ganderkesee als Schulträgerin für sechs Grundschulen (einschließlich der Sprachheilklasse Bookholzberg) sowie zwei Oberschulen Fördermittel in Höhe von insgesamt 873.105 € beim Land Niedersachsen abrufen.

„Die „Kreidezeit“ geht zu Ende“, stellt Bürgermeisterin Alice Gerken fest. Der Übergang von den Kreidetafeln zu digitalen Lehrtafeln sei zwar ein sichtbares Zeichen für den Wechsel zu digitalen Lehrmethoden, aber nur ein Aspekt der Ausstattung der Schulen mit digitaler Infrastruktur. Die Bürgermeisterin zeigt sich hocherfreut, dass schon in diesem Haushaltsjahr 75.000 € abgerufen werden. „Unsere Schulen haben ausgezeichnete Vorarbeit geleistet. Das Medienentwicklungskonzept liegt vor, so dass wir sofort mit der Umsetzung starten können.“

Nach gut einem Jahr Vorbereitungsarbeit sei das Konzept bereits im Frühjahr vorgelegt worden. Damit sei die Gemeinde Ganderkesee perfekt vorbereitet. „Der Schwerpunkt der Umsetzung wird auf der Installation der notwendigen technischen Ausstattung der Gebäude insbesondere mit digitalen Anzeige- und Interaktionsgeräten liegen“, so die Fachdienstleiterin Schulen, Sieglinde Jahn. Weitere Aspekte seien schnelles und sicheres WLAN sowie das Schulnetzwerk ISERV. „Es ist unser Ziel alle acht Schulen in gemeindlicher Trägerschaft auf den gleichen Stand zu bringen, damit alle Schülerinnen und Schüler in gleicher Weise an den digitalen Lehrmethoden teilhaben können“, so Sieglinde Jahn.

Fest steht schon jetzt, dass jede Schule einen festen Grundbetrag in Höhe von 30.000 € erhalten wird. Einzige Ausnahme ist die Grundschule Habbrügge die aufgrund der geringeren Schülerzahl etwa 29.000 € erhalten wird. Aufgrund von Sanierungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren konnten in einigen Schulen schon Vorarbeiten geleistet werden. So wurden in den Grundschulen Dürerstraße und Bookholzberg bereits nötige Leitungen verlegt. In Habbrügge ist WLAN bereits im gesamten Schulgebäude verfügbar und auch die Oberschulen sind über Accesspoints bereits gut angebunden. In der Sitzung des Ausschusses für Schulen, Jugend und Sport am 20. November wird die geplante Verwendung der Mittel aus dem Digitalpakt in einem umfassenden Bericht vorgestellt.

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