Altes Amtshaus - Alexander-Haus
Das Haus wurde 1967 abgerissen

1814 erbaut für den Amtmann Friedrich Christian Gether. Dessen Nachfolger verlegte den Amtssitz jedoch schon 1824 nach Falkenburg.

Später Wohnsitz des jüdischen Viehhändlers Fritz Alexander, seiner Ehefrau Sara und ihrer drei Kinder. Fritz Alexander und seine Frau wurden 1940 aus Ganderkesee vertrieben und kamen 1942 bzw. 1943 im Konzentrationslager Theresienstadt um.

Zum Gedenken an die Familie Alexander steht an der Straßenecke Ring und Lange Straße ein Stein. Heino Alexander, dem Sohn der Eheleute Alexander, war es gelungen, noch wenige Wochen vor Kriegsbeginn nach England auszuwandern. Nach Recherche von Herrn Dr. Werner Meiners hat er im Jahre 1946 den unter behördlichem Druck verkauften Grund- und Hausbesitz in Ganderkesee zurück gefordert. Das im Jahre 1949 zurückerstattete Erbe hat Heino Alexander 1953 wiederum an die Gemeinde verkauft und diese veräußerte es 1955 an eine ortsansässige Bank.

Heino Alexander kehrte in seine Heimat nicht wieder zurück und verstarb 1983 in England.

Familie AlexanderFoto: Alexander-Nachlass

Die Familie Alexander vor dem "Alexanderhaus" in Ganderkesee 1917.
Von links: die Kinder Adolf und Rosa, Pflegekind Käthe, Sara und Fritz Alexander.
(Auf dem Foto fehlend: Heino Alexander)

Nähere Informationen erfahren Sie im Buch von Herrn Dr. Werner Meiners "Die Viehhändlerfamilie Alexander in Ganderkesee". Die Bücherei der Gemeinde Ganderkesee stellt dieses Werk zur Ausleihe bereit.

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