Urkundlich wird Ganderkesee als "Gandrikesarde" erstmals und zeitgleich mit Bremen im Jahre 860 erwähnt. Im Jahr 1052 ließ Erzbischof Adalbert von Bremen die erste Steinkirche zwischen Weser und Hunte erbauen, und zwar dort, wo heute im Ortskern die Gaukirche „St. Cyprian und Cornelius“ steht. Die ältesten Teile der jetzigen Kirche sind der Turm mit seiner gewölbten Eingangshalle aus dem 12. Jahrhundert und die gotische Hallenkirche aus dem 15. Jahrhundert.

Immer wieder wurde die Kirche erweitert oder renoviert, bis im Oktober 1984 diese Arbeiten einen vorläufigen Abschluss fanden. Seit 2003 wurden dann die Sakristei mit ihren Malereien und die berühmte Arp-Schnitger-Orgel, der kostbarste Schatz der Kirche, restauriert.

Arp-Schnitger-Orgel

Die weithin berühmte, noch original gestimmte Arp-Schnitger-Orgel datiert aus dem Jahre 1699. Sie wurde 1760 von Hinrich Klapmeyer erweitert und in den Jahren 2003 bis 2005 von der Orgelbaufirma Lorenz grundlegend restauriert. Heute erklingt sie wie im Jahre 1760 und begeistert nicht nur Organisten aus aller Welt durch ihren charakteristischen Klang.

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Sagenhaft: Der Teufel und die Kirche zu Ganderkesee

Als die Kirche im Bau begriffen war, fragte der Teufel die Bauarbeiter: „Was baut ihr da?“ – „Ein Wirtshaus“, lautete die Antwort. Darüber freute sich der Satan und half fleißig mit.
Als die Mauern aber immer höher wurden und man mit den Gewölben anfing, merkte er, dass er betrogen werden sollte, und beschloss, das Bauwerk zu zerstören. Er wartete mit diesem Plan jedoch möglichst lange, damit sich seine Arbeit auch lohnte. Solange die Kanzel noch nicht in der Kirche angebracht war, konnte der Satan den Bau mit leichter Hand zerstören.
Die Leute wussten sehr wohl, was auf dem Spiel stand, und setzten eines Tages, ehe die Kirche ihr Dach bekommen hatte, rasch die Kanzel hinein. Der Teufel erkannte, dass er überlistet worden war. Wütend stemmte er sich gegen die Mauer, aber sie hielt stand. Sein Fußabdruck ist heute noch an der Südseite der Kirche zu sehen.

Nach: Oldenburgische Sagen, Heinz Holzberg Verlag

Adresse:
Ring (Ortsteil Ganderkesee)

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