Deponietag am 9. Oktober 2017

Die Arbeiten zur Sanierung der Bahndeponie Bookholzberg konnten im Frühjahr 2017 abgeschlossen worden. Damit sei für die „mit Abstand schlimmste Altlast im Gemeindegebiet“ eine „zufriedenstellende Lösung“ gefunden worden, sagte Bürgermeisterin Alice Gerken am Montag, 9. Oktober 2017, beim Deponietag.

Bei der öffentlichen Informationsveranstaltung für Bürger und Anwohner erinnerte Gerken an bekannte Grundwasserbelastungen und Probleme während der Sanierung sowie die lange Bauzeit. Auch das Versprechen, benötigtes Erdreich überwiegend per Schiene anzuliefern, sei leider nicht eingehalten worden. „Das waren enorme Belästigungen für die Anwohner, weil die Anfuhr fast ausschließlich per Lkw erfolgt ist.“

Mit der Fertigstellung sei die Zeit der Sanierung „endlich überstanden“, so die Bürgermeisterin, die Sandra Berner und Rui da Silva von der Deutschen Bahn für die gute Zusammenarbeit und die Freigabe für den heutigen Tag dankte. „Ich hoffe, dass die abgedeckte Deponie in absehbarer Zeit einen Zustand erreicht, der es gestattet, sie für eine Folgenutzung  durch die Bevölkerung der umliegenden Ortschaften freizugeben“, betonte Gerken. Das werde aber erst nach der Fertigstellungspflege möglich sein, also frühestens in drei Jahren.

„Wir müssen mit der Deponie leben. Sie ist hier und sie wird hier bleiben“, stellte die Bürgermeisterin fest. „Leider werden sich noch unsere Kinder und Kindeskinder damit auseinandersetzen müssen.“

Flächen-Eigentümer ist die DB Netz AG. Die Bahndeponie wurde zum 1. Oktober 1990 stillgelegt. Die Deponiefläche beträgt etwa 33 Hektar. Die Sanierung erfolgte seit 2010 durch Abdeckung mit Kunststoffbahnen und Rekultivierung mit Boden.

Fotogalerie von der Begehung der Bahndeponie

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