Ganderkesee FairReimt

176 Sprüche für Wettbewerb eingereicht

Mit dieser großen Resonanz hatte die Fairtrade-Steuerungsgruppe in der Gemeinde Ganderkesee wohl nur bedingt gerechnet: Dem Aufruf, der fair gehandelten Schokolade poetisch auf die Sprünge zu helfen, sind am Ende 47 Einzelpersonen, acht Schulklassen und ein Jugendzentrum nachgekommen. 

Hauptgewinnerin ist Susanne Ulmke aus Ganderkesee, die am Mittwoch einen Präsentkorb mit fair gehandelten Produkten aus den Händen von Bürgermeister Ralf Wessel überreicht bekam. Eine Jury hatte sich zuvor unter allen 176 Reimsprüchen für den folgenden Zweizeiler der 54-Jährigen entschieden: „Der Ganter findet Schoki fein, nur fair gehandelt muss sie sein.“ Insgesamt hatte Ulmke fünf Sprüche eingereicht. „Ich reime schon sehr lange und habe auch eine kleine Firma, die heißt Redensart.“ Als erfahrene Kalligrafin schätzt die Neubürgerin, die kürzlich der Liebe wegen aus dem Sauerland nach Ganderkesee gezogen ist, nicht nur einen schönen literarischen Inhalt, sondern auch dessen Form. 

Auf Platz zwei landete der Reim „Ganderkesee hat’s längst entdeckt, dass Fairtrade-Schokolade schmeckt“ von Thomas Brandt aus Bremen. Der Delmenhorster Tobias Klaus steuerte „Der Ganter kauft am liebsten Fair, und Schokolade mag er sehr“ bei. Den vierten Rang belegt Werner Klaus aus Ganderkesee mit dem Reimspruch „Der Ganter mag Vollmilch, Schoko und auch Nuss, nur FAIR gehandelt ist ein MUSS.“ Auf Platz fünf: Gabriela Isken mit dem Zweizeiler „Fairtrade Schokoladenwelt – in Ganderkesee gut aufgestellt“.

Auch für die Plätze zwei bis fünf sind Fairtrade-Überraschungspakete vorbereitet worden. Die teilnehmenden Schulen und das Jugendzentrum erhalten eine Schoko-Überraschung. Ein Sonderpreis-Paket bekommt die Klasse 6a der Schule an der Ellerbäke. Sie hatte besonders treffend gereimt: „Schoki kaufen wir fair, der Ganter freut sich sehr!“ 

Über die besten Sprüche zu urteilen hatte eine Jury, bestehend aus Bürgermeister Ralf Wessel, Bernd Oetken (Geschäftsführer Inkoop), René Jonker (Schulleiter der Grundschule Lange Straße), Rike Hollmann (Gemeindekirchenrat, ev. Kirche Ganderkesee) sowie Barbara Wessels (Fairtrade-Steuerungsgruppe). Die ausgewählten Sprüche sollen auch künftig im Rahmen der örtlichen Fairtrade-Kampagne genutzt werden.

Weitere Infos zum Thema: www.fairtrade-ganderkesee.de.

Das Foto zeigt (v.l.): Bürgermeister Ralf Wessel, Hauptgewinnerin Susanne Ulmke und Barbara Wessels von der Fairtrade-Steuerungsgruppe.

(Pressemitteilung vom 28.04.2022)


Wettbewerb „Ganderkesee FairReimt“ startet

Bis zum 20. März ist Kreativität gefordert / Schokolade im Fokus

„Im Ganter-Ort gibt es einen Wandel: Hier blüht der Fairtrade-Schokohandel." So ähnlich könnte der Gewinnerreim des neuen Wettbewerbs der Fairtrade-Steuerungsgruppe lauten. Diese setzt sich auch weiterhin für die Bedeutung des fairen Handels in der Öffentlichkeit ein und nimmt unter dem Titel „Ganderkesee FairReimt – für faire Schokolade!" nun die beliebte Süßigkeit in den Fokus. Gesucht werden noch bis zum 20. März Reime (idealerweise Zweizeiler), die einen Bezug zum Fairen Handel und zur Gemeinde haben.

Rund zehn Kilogramm Schokolade essen die Deutschen jedes Jahr pro Person. Das sind fast zwei Tafeln Schokolade in der Woche. Jahr für Jahr verarbeitet die deutsche Schokoladenindustrie 400.000 Tonnen Kakaobohnen, die bekanntlich die wichtigste Zutat für die Schokolade sind. Die bittere Kehrseite der süßen Schokolade sind unter anderem Armut und Kinderarbeit sowie Umweltzerstörung in den Produktionsländern. Etwa 70 Prozent der Kakaobohnen für unsere Schokolade kommen aus Ländern in Westafrika.

„Kleinbäuerliche Betriebe, die nicht dem Fairen Handel angeschlossen sind, erhalten dort für ihre Kakaobohnen von Händlern meist sehr niedrige Preise", weiß Ulrike von Oepen von der Fairtrade-Steuerungsgruppe. „So kommt es, dass in Westafrika mehr als 1,5 Millionen Kinder auf den Kakaofeldern schuften." Für die Schule bleibe da keine Zeit. „Zur Bekämpfung von Schädlingen werden Kakaofelder häufig mit giftigen Pestiziden versetzt, die in Europa verboten sind. Die Artenvielfalt wird dadurch zerstört und der Boden vergiftet", schildert von Oepen zusätzliche Probleme.

Auf das Thema „Faire Schokolade" soll der Reimwettbewerb aufmerksam machen. Teilnehmen können Einzelpersonen sowie Schulklassen und Jugendgruppen. Die Sprüche können per E-Mail an fairtrade[ at ]ganderkesee.de oder per Post an Gemeinde Ganderkesee, Fairtrade, Mühlenstraße 2-4, 27777 Ganderkesee, gesandt werden. Dabei sind unbedingt der Name des Einsendenden bzw. der Klasse oder Gruppe sowie die Kontaktdaten anzugeben.

Eine Jury aus der Fairtrade-Gruppe sowie deren Partnern wählt die besten Sprüche aus, die anschließend veröffentlicht werden. Die Jury setzt sich zusammen aus Bürgermeister Ralf Wessel, Bernd Oetken (Geschäftsführer Inkoop), René Jonker (Schulleiter der Grundschule Lange Straße), Rike Hollmann (Gemeindekirchenrat, ev. Kirche Ganderkesee) sowie Barbara Wessels (Fairtrade-Steuerungsgruppe).

Bürgermeister Wessel hofft auf eine rege Teilnahme am Wettbewerb und kündigt an, dass die besten Sprüche auch künftig im Rahmen der örtlichen Fairtrade-Kampagne genutzt werden sollen. Zudem setzt er einen poetischen und kulinarischen Anreiz: „Damit die Reime tatsächlich abgehen wie eine Rakete, gibt’s für die fünf besten Fairtrade-Überraschungspakete. Und was ergäbe es für einen Sinn, wäre da nicht auch Schokolade drin.“ 

Im Rahmen der Aktion „Ganderkesee FairReimt – für faire Schokolade!" verkaufen in Kooperation mit dem Weltladen zusätzlich weitere Geschäfte fair gehandelte Schokolade und halten Informationsmaterialien bereit.

Materialien für Schulklassen und Jugendgruppen finden sich hier bzw. hier.

FairReimt_Wettbewerb_Plakat

FairReimt_Wettbewerb_Flyer

(Pressemitteilung vom 04.02.2022)

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