Zweiter PlattGanter geht an die "Koppelkinner"

Der PlattGanter 2016 wurde zum Auftakt der Plattdüütschen Week von Bürgermeisterin Alice Gerken an die "Koppelkinner" von der Speelkoppel Hoyerswege unter Leitung von Linda Timmermann vergeben.

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Yared Dibaba erhält den ersten „PlattGanter“ -
Engagement für plattdeutsche Sprache gewürdigt

v.l.: Angela Hillen, Bürgermeisterin Alice Gerken, Stefan Meyer und Dirk Wieting mit Yared Dibaba, der sich nach der Preisverleihung ins Goldene Buch der Gemeinde eintragen durfte.


Das Geheimnis ist gelüftet: Der erste Preisträger des „PlattGanter“ heißt Yared Dibaba. Die eingesetzte Jury zeichnete damit den in Falkenburg aufgewachsenen Fernseh-Moderator für seine Verdienste um die plattdeutsche Sprache aus. Die Verleihung fand zur Eröffnung der 4. Groden Plattdüttschen Week am 12. Oktober 2014 im Lichthof des Ganderkeseer Rathauses statt. Dibaba hat den Preis persönlich in Empfang genommen.

Mit dem „PlattGanter“ sollen ab sofort im Zwei-Jahres-Rhythmus Personen geehrt werden, die sich in herausragender Weise für den Erhalt der plattdeutschen Sprache einsetzen. „Plattdeutsch ist noch Umgangssprache in unserer Region. Die Verleihung des Preises soll auch Motivation sein, dem Rückgang im alltäglichen Gebrauch entgegenzutreten“, erklärt Bürgermeisterin Alice Gerken, die selbst bei jeder sich bietenden Gelegenheit gerne „Platt schnackt“.  

Für die Auswahl der zu Ehrenden sind konkrete Kriterien festgelegt worden. So müssen die Preisträger etwa einen Bezug zur Gemeinde Ganderkesee haben. Yared Dibaba, der äthiopische Wurzeln hat, wuchs im Ortsteil Falkenburg auf und erlernte dort die plattdeutsche Sprache. Heute gehört er zu den bekanntesten plattdeutsch sprechenden Moderatoren im deutschen Fernsehen.

Doch nicht nur Akteure aus den Medien kommen als künftige Preisträger infrage. Vielmehr sollen, so ist es derzeit angedacht, verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden. Es kann also durchaus sein, dass auch Ehrenamtliche, die keine überregionale Bekanntheit haben, sich aber vor Ort unermüdlich für den Erhalt der plattdeutschen Sprache einsetzen, mit dem „PlattGanter“ ausgezeichnet werden.    

In der fachkundigen Jury saßen neben Bürgermeisterin Gerken die Plattdeutschbeauftragten Dirk Wieting (Gemeinde Ganderkesee) und Angela Hillen (Landkreis Oldenburg) sowie mit Stefan Meyer von der Oldenburgischen Landschaft ein „Externer“, der nicht selbst in der Gemeinde lebt. „Hierdurch konnte ein Blick von außen gewährleistet werden“, erklärt Wieting.

Insgesamt drei Vorschläge seien von der Jury „intensiv diskutiert“ worden, so der Plattdeutschbeauftragte der Gemeinde. „Am Ende fiel die Entscheidung für Yared Dibaba allerdings einstimmig.“ Und dafür gebe es gute Gründe, führt Wieting aus. So habe der Moderator, Schauspieler, Entertainer, Autor und Sänger mit seiner Arbeit nicht nur die plattdeutsche Sprache, sondern immer wieder auch seine Heimatgemeinde Ganderkesee in den Mittelpunkt gerückt.

Schon die 1. Grode Plattdüütsche Week wurde 2008 von Yared Dibaba tatkräftig unterstützt. „Damals hat er in den Schulen für die Beteiligung von Jugendlichen am Plattdeutschen Castingwettbewerb geworben“, erinnert Wieting. „Damit hatte er einen großen Anteil am Erfolg der ersten Festwoche.“

Der „PlattGanter“ ist eine künstlerisch gestaltete Figur aus dem Atelier von Jürgen Knapp. Der Ganter wird unter anderem mit einer beschrifteten Plakette versehen. Der Preis ist nicht dotiert.

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