Wie Unternehmen herausfinden, welche Maßnahmen für sie jeweils geeignet sind, erläuterte Demografieberaterin Anne-Marie Glowienka in ihrem anschließenden Impulsreferat. Die Dötlinger Unternehmerin stellte hierzu verschiedene Analysewerkzeuge vor und gab den Anwesenden Hilfestellungen an die Hand.

In der folgenden von Wirtschaftsförderin Christa Linnemann geleiteten Podiumsdiskussion stellten drei Ganderkeseer Unternehmen ihre Konzepte vor. Für das Krankenhaus Stenum genießt momentan die Kinderbetreuung höchste Priorität. Die Arbeitszeiten seien in vielen Fällen mit den Öffnungszeiten der Kindertagesstätten nicht vereinbar. Daher wolle man, so Personalleiterin Meike Drenckhan, gemeinsam mit anderen Unternehmen und der Gemeinde die Randzeitenproblematik angehen. Norbert Budde, Fachdienstleiter Kinder und Jugend, sagte seine Unterstützung hierfür zu und verwies auf bestehende Fördermöglichkeiten durch den Bund. Mit dem Angebot an Tagesmüttern und -vätern leistet auch der Landkreis Oldenburg einen wichtigen Beitrag zur Kinderbetreuung. Darauf wies Claudia Körner-Reuter vom Überbetrieblichen Verbund Frauen und Wirtschaft hin. Zudem würden Qualifizierungen für Berufsrückkehrerinnen angeboten und zu Kontakthaltemaßnahmen während der Elternzeit beraten.

Bei der Meyer Technik Unternehmensgruppe besitzen Qualifizierung und Weiterbildung einen sehr hohen Stellenwert. So erfolgt nicht nur eine Zusammenarbeit mit Fachhoch- und Technikerschulen im Rahmen des Dualen Studiums. Als "Botschafter des Handwerks" vermittelt Geschäftsführer Harald Meyer auch zwischen seiner Branche und der Universität Oldenburg, um Theorie und Praxis zum beiderseitigen Nutzen stärker zu verzahnen.

Die H. Sandkuhl GmbH geht seit gut fünf Jahren verstärkt die Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter an, um ihre Arbeitsfähigkeit länger zu erhalten und Krankenstände zu senken. Neben Rücken- und Gelenkproblemen sei man auch gegen den Stress erfolgreich angegangen, so Geschäftsführer Carsten Wichmann. Hierfür ist die Tischlerei von der IKK bereits zweimal mit dem Gesundheitssiegel ausgezeichnet worden.

In vertiefenden Gesprächen ließen die rund 100 Gäste aus Wirtschaft und Politik bei einem kleinen Imbiss den Abend ausklingen.

 

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